Der medienrechtliche Persönlichkeitsschutz wird durch die Rechtsprechung der Instanzgerichte, des OGH (vor allem im Erneuerungsverfahren) und des Straßburger Menschenrechts-Gerichtshofes dynamisch fortentwickelt. Die Grenzen zwischen der Medienfreiheit und den Schutzbedürfnissen der Betroffenen, vor allem in der Kriminalberichterstattung, werden immer wieder neu ausgelotet.
Vor diesem Hintergrund bietet der vorliegende Band eine Orientierung durch die kompetente Erläuterung der Bestimmungen des MedienG in der Auslegung durch die Judikatur. Aktuelle Fragen ergeben sich vor allem beim Privatsphärenschutz (§ 7a), der Stellung von "public figures", beim Zitatenrecht oder der Einordnung ausländischer Medien.
Ergänzend zum MedienG wird der grundrechtliche Bezugsrahmen der Europäischen Menschenrechtskonvention (Privatsphärenschutz - Art 8 sowie Meinungsäußerungs- und Pressefreiheit - 10 EMRK) an Hand der Rechtsprechung des EGMR dargestellt. Diese Judikatur hat wesentlichen Einfluss auf das Ehrenbeleidigungsrecht, vor allem in Bezug auf Politiker, aber auch auf den Bildnisschutz.
Auch die neuen, ab 1. Juli geltenden Offenlegungsvorschriften im MedienG sowie das Medientransparenzgesetz sind in dem Band bereits berücksichtigt und werden kommentiert.
Mit einer Einführung in das Medienstrafrecht sowie einem Anhangteil (JournalistenG, Ehrenkodex, Auszug aus dem BörseG, PflichtablieferungsVO).
Die Autoren:
Dr. Werner RÖGGLA, Senatspräsident des Oberlandesgerichtes Wien
tit. Univ.-Prof. Dr. Heinz WITTMANN, Geschäftsführer MEDIEN und RECHT Verlags GmbH
Dr. Peter ZÖCHBAUER, Rechtsanwalt in Wien
Die Autoren sind Herausgeber der Zeitschrift „Medien und Recht“.
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